Das Fachprogramm der CUWI bietet umfangreiche und aktuelle fachliche Informationen, verständlich vermittelt, mit vielen praktischen Übungsmöglichkeiten. Am Freitag stehen fünf und am Samstag vier Zeitblöcke zur Verfügung, in diesen finden parallel Workshops, Foren und Seminare statt.
 

 
 

WORKSHOPS

 
 
Grundlagen der Tracheotomie
Pflege im außerklinischen Alltag
- Tracheotomoieanlagen
- Praktisches Grundwissen zur allgemeinen Pflege von Tracheotomien
- Tägliche Pflege mit einfachen Hilfsmitteln
- Absaugen und Trachealkanülenwechsel
- Mundpflege bei Tracheotomie
Im Anschluss an den kurzen Theorieblock darf im Workshop direkt praktisch geübt werden.
Philipp Kugler, exam. Krankenpfleger, Lisa Schumann, exam. Krankenschwester und Atmungstherapeutin

Basale Stimulation - kreativ, einfach und doch so wirksam

Basale Stimulation unterstützt den schwerkranken und wahrnehmungsgestörten Pflegekunden in seiner individuellen Kompetenzentwicklung. Sie schafft eine Kommunikation, wo verbale Sprache nicht mehr wirksam ist. Basale Stimulation braucht wenige Hilfsmittel – grundlegend ist die Haltung der Pflegekraft, auch den schwer wahrnehmungsgestörten als Menschen begleiten und fördern zu wollen, über „satt und sauber“ hinaus. Der Workshop stellt unbekanntere und kreative Möglichkeiten der Basalen Stimulation vor, die allesamt einfach in den Pflegealltag integriert werden können.
Christine Keller M.A., Lehrerin für Pflegeberufe

 
Auskultation der Lunge - ein Praxisseminar (nicht nur) für Pflegekräfte
Das Stethoskop gehört zum Arbeitsplatz am Patientenbett wie das Absauggerät oder das Pulsoximeter. Doch nur wenige Pflegende hatten in ihrer Ausbildung Gelegenheit, die Auskultation der Lunge systematisch zu erlernen. Die Teilnehmer erfahren mehr über die Entstehung und Charakteristika der Lungengeräusche, die Unterscheidung in pathologische und nicht pathologische Atemgeräusche und Atemnebengeräusche. Mit Hörbeispielen und praktischen Übungen. Nach dem Motto: Man hört nur was man weiß!
Ingo Berweiler, exam. Krankenpfleger und Atmungstherapeut 

Überleitungsmanagement in der außerklinischen Intensivpflege
Pflege, Therapie und Schnittstellenmanagement

Sowohl innerklinisch als auch außerklinisch ist die Erfahrung und Expertise eines sehr individuellen Überleitungsmanagements von Nöten, um invasiv beatmete Menschen von der Intensivstation in die eigene Häuslichkeit / Wohngemeinschaft zu begleiten. Oft sind bereits die Zuständigkeiten im klinischen Verordnungswesen und die Kontaktpunkte mit den Krankenkassen und Kostenträgern teilweise ungeklärt, es bedarf dringend einer systematischen Struktur dieser Prozesse und Verantwortlichkeiten.Neben Verordnung und Genehmigung der (auch wirklich richtigen und notwendigen) Hilfsmittel bedarf es auch einer Einweisung der zukünftigen Betreiber, also des jeweiligen Pflegedienstes und seines Personals. Sowohl die rechtzeitige Einbindung des übernehmenden Pflegeteams als auch die enge Kooperation mit den Angehörigen und Familien der Patienten entscheiden über eine reibungslose Überleitung in die eigene Häuslichkeit oder sonstige gewünschte Versorgungsstrukturen. Obwohl viele Beteiligte hier an diversen Prozessen arbeiten, ist es oft die fehlende Verzahnung der einzelnen Prozesse, die zu Versorgungsdefiziten und dem berüchtigten "Drehtüreffekt" führen.
Um diese Schnittstelle optimal auszufüllen, bedarf es sowohl eines sinnhaften Konzeptes als auch einer offenen Sichtweise aller involierten Parteien. Hierzu soll der Workshop einen tieferen Einblick geben.
Simon Hanau, exam. Krankenpfleger und Atmungstherapeut

 Physiotherapeutische Intervention bei obstruktiven Lungenerkrankungen
Ralf Tersteegen, Physiotherapeut und Osteopath
 
Beatmungsgeräte-Parcour
Unterschiede und Bedeutung der verschiedenen Beatmungsparameter

Angela Kirsch-Teply, Michael Burggraf und Michael Pavlovic gemeinsam mit Vertretern der Herstellerfirmen
 
Elektronische Hilfsmittel, Patienten-Notruf, Umfeldkontrolle 
Wie meldet sich mein beatmeter Patient? Was kann mein bewegungsunfähiger Ptient alles selber steuern? Was können elektronische Hilfsmittel zur Lebensqualität beitragen? In dem Workshop werden elektronische Hilfsmittelvorgestellung und können im Selbstversuch getestet werden.
Michael Mohr, Vertriebsleiter Humanelektronik

Logopädische Therapien - Was kann die Pflege tun? 
Die interdisziplinäre Arbeit zwischen Pflegekräften und Therapeuten gestaltet sich in der außerklinischen Versorgung der Intensivpatienten leider noch oft als schwierig. In dem Workshop bekommen die Teilnehmer nicht nur einen theroretischen Einblick in gängige logopädische Behandlungsmethoden bei Patienten mit Dysphagie, sondern können diese auch selbst erleben. Vorgesehen sind: Facio Orale Trakt Therapie (F.O.T.T.), funktionelle Therapie, manuelle Therapie und Schlucktechniken.
Annika Becker, Logopädin und Atmungstherapeutin

Kindliche Tracheotomie - Einstellung der Beatmung 
Stephan Nietfeld, exam. Fachkinderkrankenpfleger
 
Grundlagen der Beatmung   
P-T-V was müssen Einsteiger wissen?
Unerfahrene Pflegende in der außerklinischen Intensivpflege stehen vor einer neuen Komplexität der Versorgung. Neben neuen Strukturen ist ein schneller und kompetenter Umgang mit lebenserhaltenden Geräten wichtig. Das Wirrwarr der uneinheitlichen Begriffe sowie Parameter und Grundlagen wird in diesem Workshop entzaubert.
Martin Damke, Pflegeexperte, Atmungstherapeut

Therapeutische Mundpflege
Michael Burggraf, medigroba

Sekretmanagement bei Kindern, Cuff-Assist
Silvia Ferreira, Kinderkrankenschwester, Atmungstherapeutin
 

Foren

In den einstündigen Diskussions-, Medizin- und Fachforen besteht die Gelegenheit zum Austausch
mit Experten aus Medizin und Pflege.

 
Entlassmanagement - was verändert sich in der Pflege?
Die Auswirkungen des neuen Gesetzes

Dr. Jörg Blau, Oberarzt der Klinik für Pneumologie und ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des MTK-Klinikums
Melanie Janssen, exam. Krankenschwester und Atmungstherapeutin
Sven Kübler, exam. Krankenpfleger, Pflegeexperte für auerklinische Beatmung und Intensivpflege
Christian Snurawa, exam. Krankenpfleger, Medizintechnik-Fachberater 
 
Hilfsmittel-Bedarfsermittlung auf Basis der ICF 
Christiana Hennemann, reha Kind
 
Die Besonderheiten der neurologischen Beatmungsmedizin in der außerklinischen Intensivpflege
Neurologische Beatmungspatienten weisen spezifische Besonderheiten auf: Neben der Beatmungssituation verdienen Husteninsuffizienz und Dysphagie eine besondere Beachtung. Hinzu kommen jedoch sehr vielfältige Symptome wie Bewusstseinsstörungen, kognitive Defizite, Wahrnehmungsstörungen und Schmerzen. Außerdem bestehen oft ethische Fragestellungen, da viele neurologische Patienten nicht mehr entscheidungsfähig sind. Es sollen die Spezifika der Beatmungstherapie bei neurologischen Erkrankungen erörtert und lösungsvorschläge aufgezeigt werden.
Dr. Martin Groß, Chefarzt der Klinik für Neurologische Intenwsivmedizin und Frührehabilitation mit Palliativzentrum, Evangelisches Krankenhaus Oldenburg

 
Die hospizliche Begleitung und Verlustbewältigung bei beatmeten Kindern und Jugendlichen
- Vorstellung der Hospizarbeit und Aufgaben des Hospizes
- Die palliativen Phasen
- Trauer- und Verlustbewältigung bei den Betroffenen, den Familien und Mitarbeitern
- Wertungen vermeiden und Ressourcen nutzen
- Die 10 Punkte der Trauerbegleitung und -bewältigung
- Ethische Fallbesprechung / Patientenverfügung
Heike Breitrück, exam. Krankenschwester, Leiterin der Hospizdienste der Caritas Wuppertal/Solingen 
 
Beratung der Patienten zu schwierigen Entscheidungen bei ALS 
Patienten stehen im Verlauf der Erkrankung an Amyotropher Lateralsklerose immer wieder vor wichtigen Entscheidungen, die ihr weiteres Leben maßgeblich beeinflussen, beispielsweise: „Soll ich mir eine PEG-Sonde anlegen lassen?“, „Wünsche ich eine Nichtinvasive Beatmung?“, „Wie stehe ich zur Tracheotomie?“ und „Welche Regelungen soll ich für mein Lebensende treffen?“ Die korrekte Beratung zu diesen Themen benötigt eine hohe Expertise und einen großen klinischen Erfahrungsschatz einerseits, aber auch ein großes Einfühlungsvermögen. Einerseits müssen den Patienten unberechtigte Ängste vor lebenserhaltenden Technologien und Intensivpflege genommen werden, andererseits Wege zur palliativmedizinischen Versorgung aufgezeigt werden, damit jeder Patient die Versorgung erhält, die am besten zu seiner persönlichen Lebensperspektive passt.
Dr. Martin Groß, Chefarzt der Klinik für Neurologische Intenwsivmedizin und Frührehabilitation mit Palliativzentrum, Evangelisches Krankenhaus Oldenburg

Aktuelle Situation in der Hilfsmittelversorgung 3.0
Sven Kübler, Geschäftsleitung Vertrieb Medigroba und N.N.
 
Gewaltfreie Kommunikation in der Pflege 
Gewalt kann/darf nicht die Lösung sein. In einer zwischenmenschlichen Beziehung ist alles Verhalten Kommunikation. Wie wir die Anderen und uns besser verstehen lernen. Mitfühlende Kommunikation - ein Weg der verbindet!
Hiltrud Blau, exam. Fachkrankenschwester, Seelsorgerin, Lebens- und Sozialberaterin

Selbstverantwortete Teams - ein neuer Weg in der Personalbindung 
Alle Teammitglieder arbeiten gleichberechtigt miteinander und tragen die Verantwortung für die Aufgaben im Team. Jeder bringt seine Persönlichen Kompetenzen ein. Mitgestaltung und Verantwortung, das funktioniert Hand in Hand.
Wie kann die Veränderung vom klassisch hierarchischen zum selbstverantworteten Team gelingen? Und was brauchen die Mitarbeiter dafür?
Cornelia Krüger, Geschäftsführung Pflegeteam Bennerscheid, Claudia Saatmann, Diplom-Psychologin, Fachliche Leitung Psychosoziales bei Die Pflegeschule

Dekubitusprophylaxe - Umsetzung des neuen StandardsDer Expertenstandard wurde 2017 zum zweiten Mal aktualisiert und an aktuelles Wissen angepasst. Die derzeit verfügbaren Erkenntnisse reichen aus, um einen Dekubitus weitestgehend zu vermeiden. Der Vortag klärt besonders die Fragen: Was hat sich in der Dekubitusprophylaxe verändert? Welche konkreten Aussagen machen die Experten? Wie kann der Expertenstandard individuell für jede Einrichtung umgesetzt werden bzw. wie sollte eine rechtssichere Verfahrensanweisung aussehen?

Christine Keller M.A., Lehrerin für Pflegeberufe


Physiotherapeutisches Forum
Ralf Tersteegen, Physiotherapeut und Osteopath

Das persönliche Budget
2 Erfahrungsberichte
Thijs Hendriks, Quereinsteiger e.V.
Holger Jensen, Zwergencare
 

Seminare

In den einstündigen Hersteller-Seminaren bekommen Sie Fachinformationen aus erster Hand.

Tracheotomie - Trachealkanülen
- Anlageformen der Tracheotomie und deren "Tücken"
- die Trachealkanülen-Anwendung zum Kanülenmanagement
Gabriele Evers-Wisst, Teleflex medical
 
Thema Sondenkost 
N.N. für HIPP

Mangelernährung bei COPD
Teil 1: COPD und Ernährung: Stellenwert in der Praxis
Prof. Dr. Martin Kohlhäufl, Klinik St. Blasien
Teil 2: Kann eine adäquate Ernährungstherapie den Gesundheitszustand beeinflussen?
Dr. Kathleen Kraft, Medipolis Unternehmensgruppe
 
Arbeiten mit LIGASANO in der Intensivpflege
Daniela Laskowski, Ligamed Medical Produkte

Hintergründe des Sekretmanagements
Warum benötige ich das?
Was beinhaltet Sekretmanagement? 
Troubleshooting und praktische Anwendung mit dem CoughAssist E70

Eduard Harsch und Tobias Müller, Philips Respironics
 
"Auf die inneren Werte kommt es an" - die Wahl der richtigen Trachealkanüle Teil II
Schwerpunkt Außendurchmesser der Kanüle - Praxisbeispiele

Zahlreiche Einschränkungen und Erkrankungen führen zur medizinischen Notwendigkeit einer Trachealkanüle. Sie sorgt für den sicheren Zugang zu den unteren Atemwegen, erleichtert die Atmung und ermöglicht das Absaugen von Sekret. Die Kanüle muss der Indikation Rechnung tragen, sollte aber vorhandene Ressourcen und Fähigkeiten des Patienten nicht behindern oder aufheben.
Volker Senft, TRACOE medical

Leckagebeatmung vs. Ventilbeatmung
In diesem Workshop werden die Möglichkeiten der beiden Beatmungs-Techniken gegenüber gestellt. Wie profitiert der Patient? Welche Applikation kann wann und wie angewendet werden?  
Michael Brohm, ResMed Deutschland

Non-invasive, transkutane Überwachung des pCO2 als Teil einer Krankenhausvermeidungsstrategie - ein Praxisbericht

Die Einweisung von Beatmungspatienten in die Klinik stellt ein erhebliches Problem für die außerklinische Intensivpflege dar. Betroffene Patientengruppen und deren Angehörigen erleben den Krankenhausaufenthalt oftmals als belastend. Weiterhin besteht die Gefahr von Komplikationen, wie z.B. die Besiedlung mit Erregern mit Problemresistenzen. Die non-invasive transkutane Überwachung des pCO2 stellt eine effektive Interventionsform dar, um unnötige Krankenhauseinweisungen zu vermeiden. Im Workshop wird die Durchführung der trans­kutanen pCO2-Messung und deren Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt. Die Messemethode bietet betroffenen Patientengruppen viel Sicherheit und die Möglichkeit, Probleme in der pCO2–Elimination nicht-invasiv frühzeitig zu erken­nen und Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Weiterhin liefert die Messmethode viele Informationen zu Belüftung der Lunge in Abhängigkeit zur Körperlage. Das System kann bei Mobilisation/Transfer und bei der Teilhabe am Sozialleben den Patienten effektiv unterstützen.
Joachim Willms für Radiometer

 
 Der Themenplan wird laufend aktualisiert und angepasst - schauen Sie wieder herein!

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